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Wie wir im leben wichtige Entscheidungen treffen

Schwierige Entscheidungen hatten wir alle schon mal in unserem Leben.

Was ist die richtige Entscheidung? Ist sie gut für mich? Gut oder schlecht für andere? Bereuen wir sie später oder sind wir froh darüber? Können wir glücklich werden oder stürzen wir uns ins Unglück?

Das ist kein Ratgeber, wie du weißt, welche Entscheidung die richtige ist. Niemand kann dir Entscheidungen die du selbst für dich treffen musst abnehmen. Und niemand kann dir sagen, ob sie richtig oder falsch ist. Das musst du selbst für dich herausfinden. Und das macht das ganze umso schwieriger.

So ist das aber im Leben oder? Wir entscheiden uns für einen Weg den wir gehen und entweder wir wissen danach, dass das vielleicht die falsche Entscheidung war oder genau die richtige. Das ist immer eine 50:50 Chance. 

Dieses unvorhersehbare, ob das wie wir uns entscheiden uns langfristig glücklich oder unglücklich macht. Die Antwort darauf bekommen wir nur, wenn wir uns für einen Weg entscheiden. Und das gute an jeder Entscheidung ist es, dass wir es selbst in der Hand haben. Eine Entscheidung macht dich unglücklich? Ändere es. So simple gesagt aber bevor ich mich für etwas entscheide, gehe ich jede möglichen Konsequenzen durch und überlege mir für jede Konsequenz einen Notfallplan. So gesehen kann ich mich also gar nicht falsch entscheiden.

Einer meiner liebsten Sprüche ist:

„Wenn du nicht dort bist, wo du sein möchtest, dann beweg dich. Du bist ja kein Baum!“

Aber wenn wir uns bewegen muss uns klar sein, dass wir Menschen und die Gewohnheiten hinter uns lassen.

Wir mögen Gewohnheit. Das ist das, was uns vertraut ist. Unser sicherer Ort. Es ist so gemütlich da, weil wir es hier kennen. Aber wenn du nicht glücklich bist in deiner Gewohnheit, ist es Zeit, eine Weile in die Ungemütlichkeit zu gehen. 

Meine Entscheidung war nicht leicht. Es hat einige Therapiestunden gebraucht um eine eindeutige Entscheidung für mich treffen zu können.

Und ich glaube die Fragestellung die es klar und deutlich gemacht hat war folgende: „Wenn du deine Ängste und Sorgen in eine Kiste packst, wenn sie nicht da wären, was würdest du machen?“

Und als meine Antwort so klar und deutlich wie aus der Pistole geschossen kam, wusste ich, was mein weiterer Weg sein wird. 

Ich werde Berlin, was einst mein größter Traum war, verlassen und in meine Heimat zurückziehen. Viel zu früh als ursprünglich geplant. Aber ich war auch länger da als geplant. Geplant war es, ein Jahr durchzuziehen. Und letztendlich wurden es 4,5 Jahre.

4,5 Jahre in denen ich mich persönlich so wie beruflich enorm weiterentwickelte. So viel erlebt und gelernt habe und über mich hinausgewachsen bin. So viele tolle Menschen die an meiner Seite waren und die mich auf diesem Weg begleitet haben. Eine Zeit, die mir niemals jemand nehmen kann. Berlin ist zu meinem zweiten Zuhause geworden. Genau so schwer wie es mir vor 4,5 Jahren fiel, meine Heimat zu verlassen, so schwer fällt es mir jetzt, Berlin zu verlassen. Das hier ist mein „sicherer Ort“ geworden.

Seit 5 Monaten ist das die schwierigste Entscheidung die ich bis jetzt treffen musste. Bleib ich hier oder gehe ich wieder zurück? In der Therapie habe ich mit meiner Therapeutin sehr viel reflektiert. Dabei kam heraus, dass ich sehr Zielorientiert lebe. Meine Ziele im Leben und das Leben was ich jetzt lebe, sind aktuell nicht miteinander zu vereinbaren. Deshalb muss ich die Entscheidung treffen – und diese ist meinen Zielen entgegen zu gehen.

Alles in mir kämpft und möchte hier bleiben. Allein der Gedanke daran bringt mich jedes Mal zum weinen. Aber das ist der normale Prozess des Abschiedes. Langsam kommt aber auch ein Gefühl von Neugierde und Freude. Denn ich werde einen neuen Job haben und einer der wichtigsten Gründe warum ich mich dazu entschieden habe zurückzukommen: Ich werde meine Familie und meine Freund*innen wieder um mich haben. Kann sie sehen wann immer ich möchte und muss mir keinen Countdown bis zum nächsten Wiedersehen mehr stellen.

Wenn du dich an zwei Orten zuhause fühlst, wird es immer schwer sein einen zu verlassen. Dein Herz kann sich nie wirklich für einen entscheiden.

TanjaK.

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